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Gemeinsame Fachtagung der

Sektion III: Sozial- und verhaltenswissenschaftliche Gerontologie und der
Sektion IV: Soziale Gerontologie und Altenarbeit der

Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG)

Altern über die Lebensspanne

18.-19. September 2025, Jena

Freitag, 19.09.2025, 11:30 - 13:00, Raum 3

S53: Digitalität und digitale Teilhabe im hohen Alter – Konzepte und Befunde aus dem Projekt DiBiWohn
Moderation: M. Doh, Heidelberg; I. Himmelsbach, Freiburg

In dem interdisziplinären Verbundprojekt DiBiWohn (Digitale Bildungsprozesse für ältere Menschen in seniorenspezifischen Wohnformen der institutionalisierten Altenhilfe) wurde zwischen 09/2020 und 08/2025 untersucht, wie digitale Bildungsprozesse für Personen im hohen Alter im Betreuten Wohnen und in der stationären Pflege entwickelt und nachhaltig umgesetzt werden können.

So wurden in ausgewählten Einrichtungen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mittels (partizipativer) Praxisforschung ein Peer-to-Peer-Begleitprogramm für Mieter:innen im Betreuten Wohnen entwickelt und durchgeführt. Zudem entstand ein Methodenkoffer mit digitalen Angeboten, der insbesondere in der Pflege auch für Menschen mit Demenz eingesetzt werden kann. Aus den daraus entstandenen Expertisen und Evaluationen wurden bundesweit Transferangebote umgesetzt sowie Handreichungen und Materialien für Einrichtungen und Technikbegleitende zur Verfügung gestellt. Auch konnten anhand (tlw. longitudinaler) Biografie- und Sozialraumforschung verschiedene Bildungsgestalten hinsichtlich Digitalität und digitaler Teilhabe von Personen im hohen Alter aus diesen Settings beschrieben werden.

Des Weiteren fanden durch mediengerontologisch ausgerichtete, (tlw. longitudinale) quantitative Onlinebefragungen Untersuchungen zur Entwicklung von Digitalität der Projektteilnehmenden (Technikbegleitenden, Internetneulinge) statt. Umrahmt wurden diese multimodalen Forschungsaktivitäten durch die repräsentative Studie SIM (Senior*innen, Information, Medien) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs), die 2021 und 2024 den Medienumgang und die Digitalität bei Personen ab 60 Jahren erfasste – und hierbei insbesondere die digitale Entwicklungsprozesse im hohen Alter aufzeigen konnte.

Als Essenzen aus diesem Projekt ergeben sich zwei zentrale Aspekte auf Praxis- und auf Theorieebene: Zum einen konnte das Projekt verschiedene Potenziale und Wege zur digitalen und sozialen Teilhabe im hohen und im vulnerablen Alter aufzeigen wie auch Voraussetzungen und Barrieren zur Förderung der Digitalität in Einrichtungen der Altenhilfe. Zum anderen finden sich Hinweise, dass gerontologische Theorien wie Lebensspannenkonzept und sozio-emotionale Selektivitätstheorie in Bezug auf die Digitalisierung konzeptionell weiterentwickelt werden sollten – denn die Digitalität im hohen Alter eröffnet auch neue Möglichkeiten zur Optimierung und Erweiterung, zur sozialen Teilhabe und sozialen Teilgabe.
 
11:30 Das hohe Alter neu denken? Konzeptionelle Impulse zur digitalen Bildung und Partizipation im hohen Alter
M. Doh, I. Himmelsbach; Freiburg
 
11:50 Digitalität im hohen Alter – Befunde aus der SIM-Studie 2024
M. Doh; Freiburg
 
12:10 Realisation und Evaluation des Methodenkoffers „Digital im Alltag“ – ein digitales Angebot im Bereich der Pflege
N. Damer; Ludwigshafen
 
12:30 Digitale Bildungsprozesse im Betreuten Wohnen und der Pflege in den Transfer bringen
M. Marquard, A. Helf, B. Hoffmann-Schmalekow, D. Moroz, J. Schoch, M. Doh, D. Leopold; Ulm, Stuttgart, Freiburg

Diskutantin: N. Berner, Witten

Quelle

Letzte Bearbeitung:

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