18. Juli 2025
Zur Abschlussveranstaltung des DiBiWohn-Projekts im Elisabeth Jaeger Haus, Bad Kreuznach, am 18. Juli 2025
gehalten von Diakonin Annette Stambke, Seelsorge und Ehrenamtskoordination,
Stiftung kreuznacher diakonie, Seniorenhilfe und Hospize, Elisabeth Jaeger Haus und Wohnpark Sophie Scholl
Liebe Siglinde, liebe Nicole und lieber Andreas,
liebe Frau Thimel
lieber Michael
liebe Amina
liebe Ingrid und liebe Frau Kohl
…
jetzt habe ich all die Anwesenden genannt, die besonders wichtig waren und es auch noch sind, dass dieses für uns ganz besondere Projekt mit dem unaussprechlichen Namen „Digitale Bildungsprozesse für ältere Menschen in seniorenspezifischen Wohnformen der institutionalisierten Altenhilfe“ – ich habe es ehrlich gesagt nicht geschafft ihn auswendig vollständig und fehlerfrei auszusprechen - … dass dieses Projekt also hier im Elisabeth Jaeger Haus stattfinden konnte, und dass die gewonnenen Angebote fortgesetzt werden können.
Siglinde Bröder und Andreas Schmidt und Anja Thimel von der Stiftung MedienKompetenz Südwest in Mainz waren die Leute der ersten Stunde, die im Herbst/Winter 2021 mit Projektbeginn auch hier im Elisabeth Jaeger Haus anfragten, ob wir denn gerne Projektpartner dafür werden würden. Und Michael Stahl, unser damaliger Einrichtungsleiter, definitiv Freund von allerlei Technik, auch der digitalen und Freund von interessanten Innovationen fürs Haus und die Menschen, die dort leben, war - einigermaßen? - schnell bereit, da mitmachen zu wollen. Einigermaßen sage ich, weil in der Zeit solche Aufgaben wie das Corona-Management Einrichtungsleitungen noch sehr forderten. Gleichzeitig gab vielleicht gerade Corona den Anstoß für das „ja“ des Chefs, nämlich mit der da für Bewohner*innen geschaffenen Möglichkeit mit ihren Angehörigen während des Lockdowns skypen zu könne und mit der Erfahrung wie froh viele Menschen darum waren.
Andere mehr wären zu nennen, die heute nicht hier sein können, wie z. Bsp. die, die zu zahlreichen Interviews für die wissenschaftliche Arbeit hier waren, die zu verschiedensten Fragestellungen des Projektes geführt wurden und - so habe ich es wahrgenommen – den Beteiligten viel Spaß machten und ein gegenseitiges voneinander Erfahren und Kennenlernen ermöglichten.
Hier ist Nicole Damer, die eine Zeit später in Nachfolge von Frau Thimel zum Projekt gestoßen ist und mit ihrer unermüdlichen, kreativen, immer weiter entwickelnden Arbeit einen Bereich des digitalen Lernens für Senioren und Seniorinnen eröffnete, der erstmal gar nicht derart auf dem Projekt-Schirm war, sich aber als so wesentlich herausstellte, dass sie entschlossen Angebote entwickelte. Nämlich für diejenigen, die sich diese Angebote nicht mehr aktiv erschließen können, sondern Menschen wie die Kolleg*innen der Sozialen Betreuung brauchen, um in sogenannter passiver Weise Teilhabe an den digitalen Welten haben zu können: z.B. neue Dimensionen zu spielen und Musik zu hören werden erschlossen, Weltreisen gemacht oder Reisen in die Heimatgegenden der Beteiligten und vieles mehr. Frau Damer hat dazu viele bedarfsgerechte Materialien entwickelt und hat ihre Masterarbeit dazu geschrieben und ich gehe absolut davon aus, dass sie diese mit Bravour bestehen wird!
Sehr zu diesem Zweig des Projekts beigetragen haben die Kolleg*innen der Sozialen Betreuung, allen voran Amina Galette, die ihre Erfahrungen und ihr Wissen aus der Betreuung von altersbedingt kognitiv eingeschränkten Menschen einbrachten, die die vorgeschlagenen neuen Formate zur Beschäftigung ausprobierten, mit Frau Damer intensiv reflektierten und so für den Vorangang des Projektes aus der Praxis heraus wohl unerlässlich waren. Übrigens haben dabei im Laufe der Zeit auch der ein oder andere renommierte (und nat. promovierte) Wissenschaftler der Gerontologie die ein oder andere Praxisbelehrung einstecken müssen, nicht hier vor Ort, aber auf Kongressen in Heidelberg oder Mannheim, wohin die Kollegin aus der Praxis geladen war. Also wirklich Lernen auf und für verschiedene Ebenen, so hoffen wir.
Nicht wegzudenken sind die beiden Technikbegleiter*innen Ingrid Oster und Illi Kohl, die von Anfang an ehrenamtlich beim Projekt mitarbeiteten, um zunächst sich selber in der Anleitung schulen zu lassen und dann unzählige Male Bewohner und Bewohnerinnen unterstützten sich selber aktiv den Umgang mit Smartphone oder Tablet zu erschließen oder zu erweitern. Einige Bewohner*innen haben den Umgang damit hier wirklich ganz neu begonnen. Die beiden haben über die ganze Projektzeit auch weiter regelmäßig an digitalen Video-Schulungen und Konferenzen teilgenommen. Unglaublich engagiert!
Das monatliche DiBiWohnCafé, das digitale Lerncafé, gibt es ziemlich genau drei Jahre jetzt und findet 1mal im Monat auch unter der Begleitung von Ingrid Oster und Illi Kohl statt. Hinzugekommen ist Ulrich Hotz, der heute leider nicht hier sein kann und den Andreas Schmidt als Digitalbotschafter für uns geworben hat und der seit ein paar Monaten nun ehrenamtlich mit im Team ist und uns mit seinem IT- Können unterstützen wird dieses Angebot fortzusetzen.
Andreas Schmidt ist derjenige, der über all die dreieinhalb Jahre der fachliche Ansprechpartner für alle Teilnehmenden des DiBiWohn-Cafés war: Der Kenntnisreiche, Verlässliche, Geduldige, Humorvolle, Ideenreiche, Herzliche, auch zwischenrein mal Ansprechbare … Also eigentlich der hier nicht mehr Wegzudenkende!!!
Siglinde Bröder als Projektleiterin, die - so vermute ich - die ganze Atmosphäre des Projektes, also das „Wie begegnen wir hier als Projektmitarbeitende der Stiftung Medienkompetenz Forum Südwest den Menschen vor Ort eigentlich, wie gehen wir auf sie zu, wie gehen wir miteinander um, wie lösen wir organisatorische Fragen, was wollen wir voneinander lernen, usw.“ sehr geprägt hat und eine Art angestoßen, die uns alle ansteckte: nämlich mit viel Herz, Freude und Wärme, Lachen und Zuversicht, echtem Interesse an den Menschen, Offenheit und auch Anteilnahme.
Ich weiß es ja nicht ganz genau, aber wenn ich es richtig verstanden habe, dann hast Du, liebe Siglinde, durch das DiBiWohn- Gesamt- Projekt ja noch Deinen ganz persönlichen MEGA-Gewinn erzielt, nämlich Deine kleine Tochter Friedericke! Achim Wendel ist ihr Papa, der Filmemacher und Regisseur der so schönen und aussagekräftigen Filme zum Projekt, die auch auf der Internetseite des Projektes zu sehen sind.
Frau Thimel, last but not least, Sie waren in der ersten Zeit des Projektes und des Kennenlernens als akademische Mitarbeiterin dabei und waren da so wichtig! Noch heute sehe ich Sie vor mir, wie Sie vor Begeisterung sprühend und mit pädagogischem Talent all den Interessierten das Projekt und seine Lernmöglichkeiten vorstellten und die Schulungen für die Technikbegleitenden maßgeblich mitdurchführten. Es ist so schön, dass Sie heute auch da sind!!!
Was mich neben den vielfältigen seniorengerechten digitalen Bildungsmöglichkeiten für die Menschen hier mindestens genauso begeistert hat und wirklich auch berührt, ist die große Offenheit und Freundlichkeit, das große Interesse selber zu lernen, mit dem Ihr und Sie Projektmitarbeitende und Verantwortliche immer hierhergekommen seid. Ihr habt Euch nicht über uns gestellt als die schlauen Akademiker*innen, überhaupt nicht. Sondern seid allen auf Augenhöhe begegnet und seid immer (!) sehr persönlich auf Möglichkeiten und Bedürfnisse, Eigenheiten und Geduldsproben… eingegangen und habt damit auch die Projektziele selber weiterentwickelt.
Die teilnehmenden Bewohner*innen haben nicht nur digital profitiert, sondern auch durch diese Beziehungen zu Euch und auch in ihrer Kommunikation untereinander, denn ein Miteinanderlernen war sozusagen eröffnet.
An der Stelle also auch Ihnen allen DANKE aus dem Haus, die Sie aus dem Haus Teilnehmende sind und Lernende, manche von Anfang an. Manche hinzugekommen, manche leider nicht mehr da.…
Ohne Sie und Ihr Interesse zu lernen und weitermachen zu wollen, wären wir nämlich auch nicht hier beieinander.
Auf keinen Fall habe ich alles Wichtige gesagt und doch hoffentlich niemanden vergessen, der an dieser Stelle unbedingt auch noch zu nennen gewesen wäre!
Ich sag ein riesiges DANKE und freu mich, dass wir - ein bisschen zumindest - in Kontakt bleiben werden!